White Gold

Aktualisiert: 28. Dez. 2021

Porzellan ist eines der Elemente, mit dem wir ein sehr enges Arbeitsverhältnis pflegen.

Besonders spannend ist für uns der Aspekt der Haptik. Diese verändert sich, wandelt von einem Extrem ins andere. Man könnte sagen Porzellan erlebt eine Metamorphose während des Arbeitsprozesses.

Auf der Töpferscheibe weich und elastisch - das gebrannte Stück hart wie Stein und dennoch bleibt eine weiche Note vorhanden.


Welche Geschichte verbirgt sich hinter unserem Rettungsring?



Genauso spannend wie die Verarbeitung des Materials ist auch die Geschichte die sich dahinter verbirgt. Hier ein kleiner Exkurs zum geschichtlichen Hintergrund.



Porzellan - Wer hat's erfunden?


Die Erfinder sind Meister im Teetrinken. Das Geschirr in dem der Trunk serviert wird, ist aufwendig veredelt und mit feinsten Verzierungen bemalt. So sind die Erfinder nicht nur Experten was das Abhalten von langen Tee Zeremonien anbelangt, sie sind vor allem Experten was die Herstellung von Porzellan betrifft, sowie wahre Künstler der Verzierung des kostbaren Geschirrs.


Die Suche nach den Ursprüngen des Porzellans führt uns ins Land der Chinesen.

Die ältesten Schriften gehen hier auf das 9. Jahrhundert zurück.



Nach Europa kam das kostbare Gut erst sehr viel später.

Die importierten Waren waren sehr beliebt, doch aufgrund der langen Transportwege auch sehr teuer. Die Chinesen hüteten ihr Geheimnis der Herstellungsmethodik mit Bedacht für sich.


Ein Apothergehilfe namens Johann Friedrich Böttger, war es schliesslich der das "Weisse Gold" ganz zufällig neu erfand.

Er handelte im Auftrag des sächsischen Kurfürsts August dem Starken. Dieser hatte die Absicht die Rezeptur von Gold ausfindig zu machen. Was Friedrich entdeckte, als er die Masse anrührte war zwar kein Gold - dennoch das "weisse Gold" war geboren.



Auf dem Bild ist ein Porzellanmedaillon von Friedrich selbst zu sehen.




Woher kommt unser Porzellan?


Die Bestandteile des Porzellans finden ihren Ursprung in den Tiefen des Erdreichs. Dazu werden im wesentlichen die Minerale Kaolin, Feldspat und Quarz gefördert.

Wir unterstützen hier einen Familienbetrieb im Westerwald. Dieser befindet sich mittlerweile in achter Generation und zählt zu den ältesten Tonbergbauunternehmen.

Zwei Gruben befinden sich direkt vor der Haustür. Der Westerwald beherbergt weltweit eines der größten und hochwertigsten Lagerstätten für Tone, die der Rohstoffe für Steingut und Steinzeug, allerdings nicht für Porzellan.

Die Bestandteile die benötigt werden um eine Porzellanmasse herzustellen, bezieht der Familienbetrieb aus anderen Quellen, teils auch aus dem Ausland.

In unserer Werkstatt angekommen erhält das kostbare Element schließlich seine Form und Farbe.




Verantwortung


Der Planet mit all seinen Ressourcen liegt uns sehr am Herzen.

Nachhaltigkeit ist unsere Meinung nach, ein Aspekt der heutzutage wichtiger ist denn je.


Deswegen haben wir uns hier bewusst für ein Unternehmen entschieden, dass dieses Anliegen mit uns teilt. Hier wird verantwortungsvoll mit Ressourcen umgegangen.

Gebrannte Tone werden zermahlen und wieder eingesetzt. Man versucht Kreislaufsysteme zu schaffen um den Einsatz von Frischwasser zu reduzieren.

Des Weiteren werden Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekte sowie Ethik und gesetzliche Bestimmungen gewahrt. Es werden keine Konfliktmineralien verwendet und Rohstoffe werden ausschließlich von Lieferanten bezogen, welche die Menschenrechte beachten. Das bedeutet keine Kinder- oder Zwangsarbeit, eine angemessene Vergütung und Arbeitszeit, Achtung von Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen, keine Toleranz gegenüber Belästigung und Diskriminierung.